„Wenn wir dir die Krone schenken, dann heißt das, dass du jeden von uns liebst.“

Wenn wir Dir die Krone schenken, dann heisst das, dass Du jeden von uns liebst.

Besuch in Stadtlohn bei der Tagespflege Hall – Krönung der Gottesmutter

Sr. M. Angela Ginzler

 

Das wollen wir auch!“ So begeisterte Klaus seine Mitbewohner der Tagespflege Hall in Stadtlohn, der Gottesmutter eine Krone zu schenken. Seit 2024 besucht die Gottesmutter im Zeichen des Pilgerheiligtums die Wohngruppe von behinderten Menschen.

 

Frau Schmittmann, die Begleitperson, kam im Januar 2026 mit einigen Behinderten in die Schönstatt-Au. Bei diesem Besuch sahen sie die kleine Krone an meinem Pilgerheiligtum und fragten, was das sei. Mit einfachen Worten erklärte ich ihnen, dass die Gottesmutter Maria eine Königin ist.

„Das wollen wir auch!“

An ihrem Pilgerheiligtum sollte die Gottesmutter auch eine Krone erhalten.

 

 

Am 23.04. 28 war der Gegenbesuch in Stadtlohn und der Tag der Krönung. Die Gruppe empfing mich sehr herzlich und voller Freude. Die Bewohner hatten der Gottesmutter einen schönen Platz bereitet.

Zuerst sahen wir uns Bilder von Herrn Pozzobon an. Sie zeigten, wie Herr Pozzobon mit seinem großem Pilgerheiligtum unterwegs ist. Man sah ihn zusammen mit Familien und Kindern. Auch seine Besuche bei den Armen wurden gezeigt. Besonders beeindruckte die Gruppe, dass Herr Pozzobon 140.000 km zu Fuß zu den Menschen gegangen ist.

 

Nach diesem Einstieg nahm ich die kleine Krone und jeder durfte sie in Händen halten. Es war sehr berührend, wie die Behinderten staunend auf die kleine Krone schauten.

 

Dann sprach ich die Gottesmutter persönlich an:

„Maria, liebe Gottesmutter, dir eine Krone schenken heißt, dass wir dir danken möchten!“

Wir nannten verschiedene Dinge, für die wir dankbar sind, z.B. dass wir jeden Tag zu essen haben, oder dass sie täglich zusammen sein dürfen.

 

Als Zeichen des Dankes wurde ein kleines Licht entzündet und zum Pilgerheiligtum gestellt.

„Liebe Gottesmutter“, betete ich weiter, „dir eine Krone schenken heißt, dass wir dir vertrauen. Wir können dir unsere Freuden sagen, was wir am Tag erleben, aber auch wenn wir mal traurig sind. Alles können wir dir sagen. Du verstehst uns.“

Ein zweites Licht wurde für Vertrauen entzündet.

„Wenn wir dir die Krone schenken, dann heißt das, dass du jeden von uns liebst.“

 

Dann nannte ich jeden Namen und vertraute jeden Bewohner der Gottesmutter an: „Du liebst Günther. Hilf du ihm. Schenke ihm Freude.“

 

Es war ganz still und man spürte eine tiefe Atmosphäre, weil alle persönlich angesprochen wurden.

 

Weiter betete ich:

„Liebe Gottesmutter, jede von uns möchte dir seine Augen schenken, dass wir nur Gutes sehen, unsere Ohren, dass wir nur Gutes hören, unseren Mund, dass wir nur Gutes sprechen und vor allem unser Herz, dass wir dich lieben.“

 

Dann entzündeten wir ein drittes Licht als Zeichen der Liebe.

„Liebe Gottesmutter, nun krönen wir dich!“

Ich bat Klaus, die Krone an das Pilgerheiligtum anzubringen, was er gerne tat. Anschließend klatschten alle und freuten sich über die gekrönte Königin.

 

Die Krönung besiegelten wir gemeinsam den Liedruf:

„Danke Maria, wir danken dir, dir und deinem Kind. Danke Maria, segne uns, segne uns!“

 

Jeder durfte das Pilgerheiligtum mit dem gekrönten Bild der Königin in die Arme nehmen und wollten gerne damit fotografiert werden.

 

 

Als kleines Geschenk hatte ich für jeden ein Foto meines gekrönten Pilgerheiligtums mitgebracht, das auf dem Altar im Heiligtum in Borken gestanden hatte.

 

Zu einem Fest gehören auch Kuchen oder Kekse, darüber freuten sich alle.

 

Mit dankbarem Herzen und mit viel Freude verabschiedeten wir uns. Möge der Segen ihrer gekrönten Königin bei ihnen bleiben und täglich helfen, ihren Weg zu gehen.

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