Die Begegnung mit anderen Menschen, die Zuwendung, die wir einander schenken, macht unser Leben wertvoll, schenkt ihm Sinn und Tiefe.
In seiner Enzyklika MAGNIFICA HUMANITAS: Über die Bewahrung des Menschen im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz, schreibt unser Heiliger Vater, Papst Leo XIV. u.a.:
„Der Wert einer Zivilisation lässt sich nicht an der Macht ihrer Mittel messen, sondern an der Fürsorge, die sie zu leisten vermag, an der Fähigkeit, den Mitmenschen als ein personales Gegenüber und nicht nur als Funktion zu sehen. Die Fähigkeit, füreinander zu sorgen, ist eine wichtige Dimension unseres Menschseins.
Manche Ereignisse helfen uns zu erkennen, dass sich die Geschichte ändern kann, wenn auch nur ein Mann oder eine Frau die Würde aller wirklich ernst nimmt.
[Es sind] vor allem die „Märtyrer des Alltags“, die ohne großes Aufsehen pflegen, erziehen, begleiten und trösten, wie etwa Eltern, Pflegepersonal, Ärzte, Freiwillige und jene, die einem älteren Menschen oder einem Ausgestoßenen zur Seite stehen.
Kein noch so ausgeklügeltes Computersystem erschafft ein Herz, das sich hingibt, oder ein Gewissen, das das Gute erkennt. Auch wenn die Maschinen in ihrer Effizienz überragend sind, bleibt das Zentrum der Geschichte ein menschliches Antlitz, das danach verlangt, angesehen zu werden.
Pflegen wir Beziehungen! In einer Zeit, die zu Beschleunigung und Fragmentierung neigt, verlangt der menschliche Körper weiterhin nach Fürsorge und Anerkennung durch Hände, die zu Zärtlichkeit fähig sind, durch aufmerksame Menschen und durch freundliche Worte. Die digitale Kultur vervielfacht Verbindungen und bietet neue Möglichkeiten der Begegnung; dennoch bewahrt das menschliche Herz ein unverzichtbares Bedürfnis nach Nähe.“
Die Begegnung mit der Pilgernden Gottesmutter schenkt diese menschliche Nähe, denn sie bringt mich in Verbindung mit der Person, die mir das Pilgerheiligtum bringt oder für die ich „Freudenbote“ sein darf. Maria öffnet mein Herz auch für die Bedürfnisse der Menschen meiner Umgebung, für den, der gerade ein freundliches Wort, eine helfende Hand oder mein fürbittendes Gebet braucht.



