Sr. M. Alena Engelhardt
Mit dem Jubiläum hat ein neuer Wegabschnitt auf dem Missionarischen Glaubensweg der Pilgernden Gottesmutter begonnen. Das gilt auch für uns hier in Deutschland. Wir dürfen vertrauen, dass die Gottesmutter in unserem Land, in unserer Kirche das Aufblühen einer neuen Generation schenken möchte.
In seiner Ansprache beim Jubiläum sagte Pater Alexandre Awi Melo, der Vorsitzende des Generalpräsidiums der internationalen Schönstattbewegung:
„Ein Jubiläum ist eine Zeit der Gnade, auch um uns neu zu gestalten. Mit neuer Kreativität, mit neuer Kraft. Wir haben so viel von João Pozzobon erhalten, wir wollen etwas zurückgeben.“
Hingabe, Liebe, Demut sollen wir von Diakon Pozzobon übernehmen, meint Pater Alexandre, ohne ihn zu kopieren. So können wir der heutigen Kirche Impulse geben.

Vom Wind des Heiligen Geistes getragen mit neuer Kreativität
Mit meinem ganz persönlichen Charisma, mit meinen Fähigkeiten, mit meiner Art stelle ich mich der Pilgernden Gottesmutter als Wegbereiter/ Wegbereiterin zur Verfügung.
„Wir alle haben eine Sendung, niemand ist ausgeschlossen, weder die Alten, noch die Kranken, noch die Kinder.“ (J. Pozzobon)
Ein Mann erzählt von einer jungen Frau, die in seine Schneiderwerkstatt kam. Sie weinte, da sie ihren Arbeitsplatz verloren hatte. Er sprach mit ihr und bot ihr an, die Pilgernde Gottesmutter bei sich aufzunehmen. Sie meinte darauf, dass ihr Freund es nicht erlauben würde. Da er nichts anderes hatte, gab er ihr den Flyer vom Projekt mit dem Bild der Pilgernden Gottesmutter als Zeichen, dass Maria sie begleitet. Später erinnerte er sich, dass am 18. Oktober in Schönstatt kleine Pilgerheiligtümer aus leichtem Karton verteilt wurden. Er bestellte daraufhin einige, um sie bei Menschen zu verteilen, die aus irgendeinem Grund die Pilgernde Gottesmutter nicht aufnehmen können. So hat die MTA von Schönstatt in diesem Zeichen schon den Weg gefunden in ein Heim für autistische Kinder und zu einem psychisch kranken Mädchen, deren Vater das Bild über ihrem Bett angebracht hat. (V. I.)
Vom Wind des Heiligen Geistes getragen mit Hingabe und Liebe
Das, was ich aus Liebe bereit bin, zu schenken, bewirkt etwas. Mein Beitrag zählt.
„Es ist nicht nötig, viel zu reden. Nur das Opfer, das wir bringen, wandelt langsam die Menschen.“ (J. Pozzobon)
Eine Frau erzählt, wie sie mit dem Besuchsdienstpilgerheiligtum zu einer speziellen Mission in ein Seniorenheim aufbricht. Sie fragt bei den Mitarbeitern, wer von den Heimbewohnern gerade besonders Zuwendung brauchen kann. Diesen Menschen besucht sie mit der Pilgernden Gottesmutter. Sie darf erleben, wie da jemand durch ihren Besuch aufblüht. Die Mitarbeiter sind froh und dankbar über diese Initiative und äußern das auch. Sie selbst bittet vor jedem Besuch die Gottesmutter, ihr zu zeigen, wohin sie möchte, und mit ihr zu gehen. Sie sagt: „Jeder ist es wert, von der Muttergottes besucht zu werden. (E. F.)
Vom Wind des Heiligen Geistes getragen mit Demut und Vertrauen
Gott wirkt in meinem Leben. Er wirkt mit mir und durch mich.
„Es geht nicht um das, was wir tun, sondern um das Wirken Gottes durch uns.“ (J. Pozobon)
Einige Echos aus dem Rückmeldeversand 2025/2026 geben einen kleinen Einblick in das Wirken der
Pilgernden Gottesmutter bei ihren Besuchen. Die Erfahrungen sind zugleich ein Dank an alle, die sich als Begleitpersonen zur Verfügung stellen, damit Maria und Jesus vielen Menschen begegnen und in ihrem Leben wirken können.
Immer wenn die GM bei uns zu Besuch ist, herrscht eine wunderbare Atmosphäre in unserem Haus und besondere Freude und Frieden ist zu spüren.
Wenn das PH bei uns in Haus ist, fühlen wir uns, als wäre alles viel einfacher und ich fühle mich so sicher. Einfach ein wunderbares Gefühl. Danke, dass es das gibt.
Besonders meine Nachbarin freut sich jedes Mal auf den Plausch, wenn ich die GM bringe, nachdem sie nun alleine lebt. Außerdem kommt die GM immer „zur rechten Zeit, wenn man sie gerade braucht“.
Vielen Dank für diesen wertvollen Besuch das ganze Jahr über! Vor kurzem erst hat sich eine Familie gefreut, als ich ihr die Pilgermadonna ins Zimmer der sterbenden Mutter stellte. Auch bei meinen Eltern war sie damals dabei, ein besonderer Trost!
Es ist schön, wenn die GM ein paar Tage bei mir ist. Man kann mit ihr reden, wenn ich Sorgen habe, dann ist alles leichter.
In einem für meinen Mann gesundheitlich kritischen Moment kam die Pilgernde Gottesmutter ins Haus!
Ich möchte einfach DANKE sagen! Es sind viele kleine Dinge, die sie schenkt! Manchmal schenkt sie Ideen, sie hilft. Manchmal läuft der Tag ganz anders. Das ist dann ein Geschenk. Morgens vertraue ich den Tag dem Herrn und der GM an, und dann werde ich geführt.
Mit der Pilgernden Gottesmutter – vom Wind des Heiligen Geistes getragen – so können wir gemeinsam Samen sein für das Aufblühen einer neuen Glaubensgeneration in unserem Land. Papst Leo XIV. sagte in seiner Ansprache am 06.01.2026 zum Abschluss des Heiligen Jahres:
„(Es ist) schön, Pilger der Hoffnung zu werden. Und es ist schön, dies weiterhin gemeinsam zu sein. Die Treue Gottes wird uns weiterhin in Erstaunen versetzen. Wenn wir unsere Kirchen nicht zu Denkmälern degradieren, wenn unsere Gemeinschaften Heimat sind, wenn wir gemeinsam den Verlockungen der Mächtigen widerstehen, dann werden wir die Generation der Morgenröte sein. Maria wird uns als Morgenstern vorangehen.“ (Papst Leo, 6. Januar 2026)





