Rundbrief Herbst 2026 – Gott ist auch der heutigen Zeit nahe

2026-11-03 11.54.18

 

Ein neuer Rundbrief ist herausgekommen. Auch im Download und Shop erhältlich!

Liebe Freunde und Wegbegleiter
der Pilgernden Gottesmutter!

 

Wem sind Sie heute schon begegnet? Sind Sie an der Bushaltestelle, in der Bahn oder im Wartezimmer mit jemandem ins Gespräch gekommen? Worüber haben Sie sich in den letzten Tagen mit Ihrem Ehepartner, Ihrem Enkelkind, Ihrem Arbeitskollegen, Ihrer Nachbarin unterhalten?

Unsere digitalisierte Zeit verändert uns, verändert unser Miteinander, unsere Meinung und unser Handeln. Heute können wir von jedem Ort aus kommunizieren und unser Leben organisieren, vorausgesetzt wir haben unser Smartphone dabei und sind online. Das erleichtert vieles. Aber die Informationsflut und die vielen Möglichkeiten, die sich uns bieten, können auch überfordern. Trotz der vielen Kontakte fühlen sich nicht wenige einsam und isoliert. Durch den Einsatz von KI in immer mehr Bereichen unseres Alltags gewöhnen wir uns schnell an das Bequeme, Schnelle und Perfekte. Die Auseinandersetzung mit meinem vielleicht „unperfekten“ Gegenüber kann anstrengender sein.

Politische Ansichten, gegensätzliche Lebenseinstellungen und Lebensweisen, konträres Denken und unterschiedliche Wertvorstellungen polarisieren nicht nur in der Gesellschaft, sondern auch in der Kirche und in den Familien.

Viele Menschen fühlen sich ohnmächtig und alleingelassen bei ihren Sorgen und Fragen im Blick auf die Zukunft, den Frieden, Krankheiten, den Wert des menschlichen Lebens, die Klimaveränderunge und die zunehmende Häufigkeit von Naturkatastrophen …

„WIR SIND ÜBERZEUGT, DASS GOTT AUCH DER HEUTIGEN ZEIT NAHE IST.“

Ein Wort des Gründers Schönstatts, Pater Josef Kentenich, das zum Nachdenken anregt.

Ja, wir glauben, Gott ist anwesend in dieser digitalisierten Welt. Wir Christen sind mehr denn je aufgefordert, ihn für die Menschen heute erfahrbar zu machen.

Unser Heiliger Vater, Papst Leo XIV., hat uns in seiner Gebetsmeinung für den August eingeladen zu beten, dass es uns gelingt, in den großen Städten, die oft durch Anonymität und Einsamkeit gekennzeichnet sind, neue Formen zu finden, das Evangelium zu verkünden, und kreative Wege zur Gemeinschaftsbildung zu entdecken.

Uns ist im Projekt Pilgerheiligtum ein neuer Weg der Glaubensweitergabe geschenkt. Vom Schönstattheiligtum aus macht sich die Pilgernde Gottesmutter auf den Weg. Sie kommt in die Häuser der Menschen und nimmt sie mit in die Nähe Gottes. In der Begegnung mit ihr und oft auch durch diejenigen, die das Pilgerheiligtum weitergeben, wird Gemeinschaft mit Gott und untereinander erfahrbar. Das verändert ein Stück unsere Welt, unser Miteinander und unsere Sicht auf das Leben.

Davon erzählen auch die folgenden Zeugnisse.

ECHTE BEGEGNUNG IM ZEITALTER DER KÜNSTLICHEN INTELLIGENZ
Zeugnis von Merdiana und Peter Palmer, Pfarrgemeinde St. Gertrud, München

Das Gebetsanliegen von Papst Leo für die Städte spricht uns tief aus der Seele. Wir leben in einer Zeit, die zwar durch künstliche Intelligenz, soziale Medien und ständige digitale Erreichbarkeit geprägt ist, aber gleichzeitig eine schleichende Anonymität und Einsamkeit hervorbringt. Unter dem Druck künstlich erzeugter Schönheitsideale und dem Zwang zur ständigen Selbstoptimierung verlieren immer mehr Menschen, insbesondere Jugendliche, die Lebensfreude und die Wahrnehmung der eigenen Würde. Der heilige Carlo Acutis zitiert treffend:

„ALLE WERDEN ALS ORIGINALE GEBOREN, ABER VIELE STERBEN ALS KOPIE.“

Anm. Original Zitat: Edward Young, englischer Dichter (1683-1765)

 

Genau in dieser Umbruchszeit wird das Apostolat der Pilgernden Gottesmutter zu einer hochaktuellen, heilsamen Gegenbewegung und zu einer zutiefst kreativen Form der Evangelisierung, die aktuell stärker nachgefragt wird. Wenn Maria von Haus zu Haus und von Familie zu Familie wandert, tut sie genau das, was wir im Evangelium von ihrer Heimsuchung lesen: Sie verharrt nicht in Distanz, sondern macht sich selbst auf den Weg und geht direkt zu Elisabeth. Mitten hinein in ein ganz normales, konkretes Leben. Genauso eilt sie auch heute zu unseren Familien: Sie sucht keine aufgehübschten Fassaden, keine perfekten Kulissen, kein perfektes Selfie und fordert keine Bedingungen, sondern zieht mitten in unsere Wohnzimmer und die Alltagsnöte ein.

In unseren Pilgerkreisen erleben wir immer wieder, wie befreiend dieser etwa drei- bis fünftägige Besuch wirkt. Für Menschen im Getriebe einer Großstadt wie München wird das Eintreffen des Bildes zu einer Oase der Stille und Einkehr. Maria begegnet uns als eine Mutter, die jedem Einzelnen zusagt: Du bist vor Gott keine digitale Kopie, sondern sein ganz persönliches, geliebtes Original.

Das persönliche Weiterreichen des Bildes von Tür zu Tür knüpft zudem eine stille, vertrauensvolle Vernetzung in der Nachbarschaft. So wachsen mitten in der Unverbindlichkeit der Großstadt lebendige Netzwerke des Glaubens und der gegenseitigen Wertschätzung. Ein segensreicher Weg zur Gemeinschaftsbildung, der zeigt, dass die Liebe Gottes auch heute ganz konkret erfahrbar wird.

 

Zeugnis von Johanna Karcher, Bonn

Gerade bei Studenten und jungen Familien in der Stadt erlebe ich, wie oft (familiäre) Geborgenheit und verbindliche Gemeinschaft fehlen. Durch die Pilgernde Gottesmutter entstehen regelmäßige Begegnungen und nach und nach wächst Gemeinschaft.

Bei dem bewegten Alltag ist es oft gar nicht so einfach, sich zu Hause zu treffen – dann wird die „Übergabe“ eben mitten in der Stadt bei einem gemeinsamen Kaffee oder einem gemeinsamen Spaziergang vereinbart. Mitten im Trubel des Alltags entsteht so ein Moment der Begegnung: Man sieht sich, redet miteinander, übergibt die Gottesmutter – SIE geht mit.

Ab und zu begegnet man sich im Supermarkt oder in der heiligen Messe, lächelt sich zu und weiß: Du gehörst auch zu unserem Pilgerkreis – wir sind miteinander verbunden.

Besonders schön finde ich, dass die Gottesmutter auch in WGs kommt, in denen bisher kaum ein Bezug zu Kirche und Glauben besteht, und dort ganz selbstverständlich auf dem Küchentisch steht. So bringt sie Gott mitten in unseren Alltag und schafft Raum und ermutigt, das Evangelium zu verkünden.

Von Herzen wünschen und erbitten wir Ihnen von unserem Schönstattheiligtum aus Gottes und der Gottesmutter reichen Segen. Mit IHR sind wir unterwegs als Missionare der Hoffnung. Im Namen unseres Teams vom Projekt Pilgerheiligtum grüßt Sie aus Schönstatt            

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