Begegnungsnachmittag zu 25 Jahre Projekt Pilgerheiligtum im Erzbistum Bamberg

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Aus Anlass von „25 Jahre Projekt Pilgerheiligtum“ lud Frau Renate Siebenkäs, die Koordinatorin im Erzbistum Bamberg, am 25. Juni 2022 zu einem Begegnungsnachmittag mit Impuls, Austausch und Gebet ein. Referentin des Nachmittags war Schwester Marié Munz vom Projektteam aus Schönstatt-Vallendar. Etwa 30 Begleitpersonen und Teilnehmende aus Pilgerkreisen kamen zum Schönstatt-Zentrum Marienberg in Dörrnwasserlos/Scheßlitz. Mit dabei war auch Frau Agnes Martin aus Hallstadt, die den Anfang im Erzbistum Bamberg mit dem Projekt Pilgerheiligtum machte. Vor vielen Jahren stellte sie den ersten Kreis der Pilgernden Gottesmutter im Erzbistum zusammen. Renate Siebenkäs berichtet:

Maria, die pilgernde Gottesmutter wirkt!

„Im Erzbistum Bamberg gibt es annähernd 100 Pilgerkreise, in denen die Muttergottes im monatlichen Turnus ungefähr 650 Familien bzw. Alleinstehende ‚besucht‘. Es macht Freude, sich einen Nachmittag mit der Pilgernden Mutter zu beschäftigen, zu spüren, wie sie Christusträgerin und Christusbringerin ist! Viele Bilder wecken Erinnerungen, auch eigene Erfahrungen werden ausgetauscht, die zeigen: Maria, die pilgernde Mutter wirkt, manchmal werden sogar Wunder wahr.

Aus den drei Pilgerheiligtümer, die 1997 gesegnet und vom Urheiligtum ausgesandt wurden, sind 25 Jahre später etwa 6200 Pilgerbilder geworden, durch die sich in Deutschland etwa 42.000 Türen für die „Besuche von Jesus und Maria“ im Zeichen des Pilgerheiligtums öffnen. Ein unsichtbares Netzwerk der Pilgernden Gottesmutter ist so entstanden, das sich über ganz Deutschland spannt, auch über unser Erzbistum. Maria stellt sich dabei nicht selbst in den Mittelpunkt. Ihr Hauptziel ist es, Jesus Christus zu den Menschen zu bringen.“

Bei allen Problemen – die Freude überwiegt.

Für den Erfahrungsaustausch unter den Anwesenden gab es viel Zeit und genügend Gesprächsstoff, angeregt durch die Fragen von Schwester Marié: „Warum machen Sie bei diesem Projekt mit? – Wie hat sich Ihr Pilgerkreis gebildet?“ – Einige Pilgerkreisteilnehmer berichteten auch offen über ihre Enttäuschungen, die sie immer wieder erfahren. Schwester Marié sprach Mut zu, denn dieses Projekt ist nicht von lauter Erfolg gekrönt. Es klappt nicht immer, dass die eigene Begeisterung auf das Gegenüber überspringt. Misserfolge erlebte auch der brasilianische Initiator der heute weltweiten Kampagne der Pilgernden Gottesmutter, Diakon Pozzobon. Seine Zuversicht holte er aus dem Satz: „Die Gottesmutter hat sich mir anvertraut. Es lag nun an mir, sie nicht zu enttäuschen.“

Bei allen Problemen – die Freude überwiegt. Was ein Pilgerkreisteilnehmer sagte, trifft auf viele andere zu: „Ich freue mich jedes Mal, wenn die Gottesmutter kommt. Es ist einfach schöner, wenn sie bei uns ist und mit uns unseren Alltag erlebt. Der Abschied tut mir weh, aber ich weiß, sie kommt ja wieder!“

Ein Projekt, das in eine Jeanstasche passt – ist doch nicht kompliziert.

Schwester Marié spielte per Video-Clip eine Gottesdienstvorstellung des Projektes von Frau Renate Siebenkäs ein. Sie erklärte darin: „Ein Projekt, dass in eine Jeanstasche passt, (gemeint ist das Gnadenbild, das in einer Jeanstasche mit einer Gebetsmappe weitergegeben wird) kann doch nicht kompliziert sein. Drei Dinge braucht es, damit die Muttergottes mit ihrem Kind ins Haus kommt:

  1. eine offene Wohnungstüre, da ist dann die Herzenstüre auch schnell offen!
  2. einen Augenblick Zeit für Gott und
  3. einen Augenblick Zeit füreinander, für die Menschen.“

Ein segensreicher Nachmittag

Der segensreiche Nachmittag, der so ganz nah zur Muttergottes führte, wurde mit einer Rosenprozession zum Heiligtum und einer Andacht mit Neuaussendung der Pilgerbilder beendet. Es berührte sehr, als Schwester Marié den Begleitpersonen die Pilgerbilder im Heiligtum erneut überreichte und dabei jeweils sagte: ‚Siehe da, deine Mutter!‘“

(Frau Renate Siebenkäs, Schwester Marié)