Kleiner Fußball-Fan und Missionar der Gottesmutter

In einem Telefonat erzählt M. M. aus Herzogenrath, Diözese Aachen, wie sie durch ihren fußballbegeisterten Enkel dazu kam, einen Kreis der Pilgernden Gottesmutter zusammenzustellen.

„Zu meiner Mutter, die in Essen wohnte, kam immer das Bild der Pilgernde Gottesmutter von Schönstatt. Wir sind auch einmal mit ihr zu einer Veranstaltung nach Schönstatt gefahren. Als meine Mutter starb, ist die Erinnerung an Schönstatt wieder verblasst. Inzwischen sind wir umgezogen.

Nun kam mein ältester, fußballbegeisterter Enkel zur Erstkommunion. Von einem Fußballfreund hat er erfahren, dass es in Puffendorf einen Kurs für Kommunionkinder gibt: drei Nachmittage mit tollem Programm. Er kam nach Hause und fragte: ´Können wir da mitmachen?` Meine Tochter hat das dann in die Wege geleitet. Freudig erzählte mir der Enkel davon. Zwar wusste ich, dass es hier irgendwo in der Nähe auch eine Schönstatt-Kapelle gibt, aber es war doch außerhalb von meinem bewussten Sinn.

Der Kommunionkinder-Nachmittag kam und ich ging zu meiner Tochter, um bei den anderen Kindern zu bleiben, damit sie mit dem Jungen gehen konnte. Der Enkel kam etwas müde von der Schule und sagte: ‚Ich habe keine Lust.‘ Meine Tochter ermunterte: ‚Jetzt haben wir uns angemeldet, es geht doch nur von 15.00 bis 17.00 Uhr. Da gehen wir jetzt hin.‘ Als die beiden dann abends nach Hause kamen, da war mein Enkel ein anderes Kind. Er war so begeistert und erzählte: ‚Die Schwester hat das ganz toll gemacht!‘ Er war wirklich Feuer und Flamme. An einem Nachmittag haben sie dann beim Treffen einen Rosenkranz geknüpft. Er kam nach Hause, hat den Rosenkranz aus der Tasche geholt und mit solcher Freude verkündet: ‚Den Rosenkranz habe ich gemacht!‘

Er erzählte, dass die Schwester eingeladen hätte, am Ostersonntag nachmittags zum Kapellchen zu kommen. Und mit fester Stimme erklärte er: ‚Ich habe gesagt: Wir kommen!‘ – Wir fuhren dann hin und seither fahren wir öfter sonntags zum Schönstatt-Heiligtum, um bei den Andachten dabei zu sein. Die Kinder werden immer so schön einbezogen. Es fiel mir dann dort auch wieder ein, dass zu meiner Mutter die Pilgernde Muttergottes kam. Ich habe Sr. Mariatheres gefragt, ob ich so etwas auch für unsere Pfarre bekommen könnte. Ja, und so kam alles ins Rollen.

In unserer Pfarre kenne ich Leute, die sind katholisch, aber sie kommen nicht so oft in den Gottesdienst. Ich dachte: Ruf die doch mal an. Vielleicht möchten sie mitmachen. Die haben sich so gefreut, dass ich bei ihnen angefragt habe. Und nun wandert die Muttergottes und wird gut aufgenommen.

Mein Enkel, dieser Junge, der so begeistert Fußball spielt, hat mit seiner Begeisterung für Schönstatt dafür gesorgt, dass der Funke bei mir gezündet hat.“ (M. M., Herzogenrath, 07.07.2021)