Schönstatt und die Pilgernde Gottesmutter bei der Landesgartenschau in Überlingen

2021-05-19 LSG Überlingen (12)a

„Es hat Freude gemacht …“ Davon sprechen die strahlenden Gesichter der kleinen Gruppe aus der Schönstattfamilie, die am 19. Mai 2021 auf dem Kirchenschiff bei der LSG Überlingen im Einsatz war.

Ein sommerlanges Gartenfest

Seit 9. April bis 17. Oktober feiert Überlingen „ein sommerlanges Gartenfest“: die erste Landesgartenschau am Bodensee. Die Besucherinnen und Besucher finden in fünf Ausstellungsbereichen von etwa elf Hektar Inspiration, Genuss, Gartenkultur.

Durch die Initiative von Frau Christine Kölbl wurde es möglich, dass die Schönstattfamilie von Überlingen und Umgebung zusammen mit Sr. M. Magdalyn Brendle aus Oberkirch und Sr. M. Paulina Butz aus Schönstatt einen Tag, den 19. Mai 2021, von 9.00 bis 18.30 Uhr dort für die Besucher der Landesgartenschau durch Präsenzdienst und verschiedene Angebote gestalten konnte.

Das Kirchenschiff

Unter dem Motto „LIEBE – GLAUBE – SEE“ präsentieren sich die christlichen Kirchen während der Landesgartenschau auf der historischen Fähre von 1928 „Konstanz“. Es ist ein ökumenisches Projekt, bei dem sich die Evangelische Landeskirche in Baden, die Katholische Kirche, Erzdiözese Freiburg, die Evangelisch-methodistische Kirche Überlingen, die Freikirche Lindenwiese und die Neuapostolische Kirche Überlingen mitwirken.

Schönstatt auf dem Kirchenschiff

„Als wir auf das Schiff kommen, sind schon tatkräftige Helfer am Wirken. Wir werden herzlich empfangen. Im vorderen Teil des Schiffs gibt es einen Tisch (Altar), auf dem das Bild der Pilgernden Gottesmutter Platz findet. Links und rechts hängen an den Kajütenwänden Netze, in die Papierfische mit Bitten, Anliegen, Bibelversen usw. gehängt werden können. Durch Roll-up und Informationsmaterial sowie einem Körbchen mit ermutigenden Worten von P. Kentenich, jeweils verbunden mit einer Süßigkeit, sind wir bereit für den Besucherstrom. Dieser bleibt wegen der Corona-Einschränkungen (Testpflicht, Veranstaltungsverbot) und der unbeständigen Wetterlage eher klein. Doch während des ganzen Tages kommt es zu guten Gesprächen mit den Besuchern: Einzelne, Ehepaare, Familien mit kleinen Kindern und Vertreter der fünf Kirchen, die stundenweise Präsenzdienst halten … Die kleine Süßigkeit wirkt als ‚Eisbrecher‘ und es ist leicht, in einen Austausch von Lebens- und Glaubenserfahrungen zu kommen“ (Sr. M. Paulina Butz)

„Nur diejenigen, die etwas aushalten können, sind jetzt da.“

Um 12 Uhr und 18 Uhr lädt die Schiffsglocke zu einer Mittags- und Abendandacht ein. Sie wird jeweils von 15 bis 20 Leuten besucht. Beide Male gibt der Himmel den Segen in Form von Regen dazu. Es schüttet regelrecht. Am Abend ist Pfr. Baumann aus Friedrichshafen dabei und bringt anerkennend zum Ausdruck: „Nur diejenigen, die etwas aushalten können, sind jetzt da.“ Zusammen mit der evangelischen Dekanin, die unter den Teilnehmern ist, spendet er abschließend den Segen.

Was wir in der Andacht beteten, ist wie ein Echo auf das Erlebnis des Tages:

„Dir, meinem Gott, (will ich) danken für die Spuren deiner großen Liebe und Schöpfermacht, die ich staunend entdecken darf in der Schönheit deiner Schöpfung, in der Originalität meiner Mitmenschen … und darin, was du mir täglich schenkst.“