„Unterkunft gesucht – die heilige Familie auf Herbergssuche“ in Vechelde.

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„Der erste Tag, als das Marienbild bei uns war, war ein ganz Besonderer. Immer wieder fällt der Blick auf das Bild mit den besonderen Augen. Es war schön, die Muttergottes mit ihrem Kind zu Besuch zu haben.“

Eine von vielen Begegnungen, die sich in Vechelde im Advent dieses Jahres ereignet haben. Und so fing es an:

Im Oktober meldete sich Familie Inhestern aus Vechelde in der Nähe von Braunschweig (Diözese Hildesheim) bei uns im Projektbüro mit einer schönen Idee. Sie möchten in ihrer Pfarrei den Brauch „Herbergssuche im Advent“ anbieten und bräuchten dafür einige Marienbilder. Wir haben direkt zugesagt und konnten im November vier Pilgerheiligtümer mit entsprechendem Material verschicken. Familie Inhestern hatte sich überlegt, dass sie den Pilgertaschen noch ein kleines Begleitbuch dazulegen, in das die Teilnehmer etwas aufschreiben können. Und auch ein Presseartikel wurde veröffentlicht mit der Überschrift: „Unterkunft gesucht – die heilige Familie auf Herbergssuche“. 

Am 1. Adventssonntag war in drei Gemeinden die Aussendung der Pilger. Schon am Abend kam eine Nachricht von Frau Inhestern in Schönstatt an: „Die Gottesmutter ist unterwegs! Es war ein sehr schöner Start in allen drei Kirchen. In einer Kirche hat sich eine Menschenansammlung gebildet, weil alle gern die Gottesmutter einmal zu Besuch hätten. Mein Mann hat gut reagiert und vorgeschlagen, dass sie notfalls auch nach Weihnachten weiterwandern könne.“
So waren also vier Pilgerheiligtümer im Advent in der Gemeinde unterwegs. Nach Weihnachten kamen zwei Bilder zurück und dann kommt Anfang Januar wieder eine Nachricht aus Vechelde im Projektbüro an: „Es scheint, dass die Gottesmutter auch in unserer Nachbargemeinde weiterwandern möchte. Dort gibt es auch ein engagiertes Ehepaar, was sich kümmert… Wir hatten überlegt, ob man ein Zoom Meeting anbieten könnte, um mehr über die Pilgernde Gottesmutter erzählen zu können.“
Mit der Nachricht kamen auch einige Fotos. Darauf schriftliche Zeugnisse aus den Begleitbüchern, bemalt oder mit Sternen verziert.
„Es muss wie ein Wunder sein! Wir haben uns über den wunderschönen Besuch sehr gefreut, dass uns die Maria so überraschend besucht hat. Wie ein Wunder! So viel Geborgenheit in Dir! Strahlend und herzlich! Vielen Dank, Dreimal Wunderbare Mutter von Schönstatt. Wir werden immer an dich denken und zu dir beten.“

„Bei uns wurde es möglich, Maria und ihrem Kind für eine kurze Zeit eine Herberge zu geben. Durch diesen Besuch haben wir uns auch die Zeit genommen, gemeinsam zu beten und innezuhalten. Wir danken für die erhaltenen Gnaden und Deinen Beistand. Wir bitten auch weiter um Deinen Schutz für unsere Liebe und uns.“

„Das Bild der Muttergottes in unserem Haus – eher ungewohnt und überraschend. Der Gedanke der Herbergssuche bekam in diesen zwei Tagen sowohl für uns als auch für das Marienbild eine ganz handfeste Bedeutung, weil die Wände in unserer Wohnung gestrichen wurden und wir die Gegenstände von einem Zimmer ins nächste räumen mussten. Deshalb stellte sich in den vergangenen Tagen für uns immer wieder die Frage, wo finden wir einen passenden Ort zum Essen, zum Leben und auch zum Ausruhen, zum Nachdenken.
Auch das Marienbild hatte in diesen Tagen verschiedene Orte in unserer Wohnung gefunden – möglicherweise hat die Gottesmutter mit dem Jesukind, ähnlich wie wir, einen Hauch Herbergssuche gespürt.“

 „Liebe Maria Mutter Gottes,
danke, dass du uns drei Tage im Alltag begleitet hast. Meine Tochter war so stolz, dich zu Hause zu haben. Sie hat mir dir gesprochen, gemeinsam mit mir gebetet.
Und war sehr traurig, dich weiter gehen zu lassen.“

„Ein besonderer Tag mit Maria und dem Kinde!“
Wir haben uns über den besonderen Besuch sehr gefreut und sind dankbar dafür, dass wir Maria auf diese wunderbare Weise im Advent begegnet sind. Das Bild in unserer Mitte im Blick-Kontakt mit den verstehenden, liebevollen Augen hat das Zuhause verändert und verzaubert. Vielen Dank für dieses Geschenk und deinen Segen.
Nimm auch für die weitere Reise unsere Geschenke an: den Augenblick Zeit, den wir Dir, Gott und einander geschenkt haben, so gut es eben möglich war.“