Schwester M. Teresinha Gobbo – Wegbereiterin der Kampagne der Pilgernden Gottesmutter in Brasilien

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In diesem Jahr feiern wir Schönstätter Marienschwestern unser 100-jähriges Jubiläum. Am 03. Oktober wird in Schönstatt die offizielle Jubiläumsfeier sein, zu der wir viele Gäste erwarten. Informationen zum Jubiläumsjahr finden Sie auf der Hompage unserer Gemeinschaft: http://s-ms.org

Mit diesem Artikel möchten wir eine Portraitreihe eröffnen, die Ihnen jeweils eine verstorbene Marienschwester vorstellt, die wesentlich die Kampagne bzw. das Projekt der Pilgernden Gottesmutter mit initiiert und gefördert hat.

Schwester M. Teresinha Gobbo – Wegbereiterin der Kampagne der Pilgernden Gottesmutter in Brasilien

Schwester Teresinha Gobbo trat 1943 in Brasilien in unsere Gemeinschaft ein. 1947 lernte sie den Gründer der Gemeinschaft kennen, der in diesem Jahr zum ersten Mal Brasilien besuchte. Er erkannte ihre reichen Begabungen und regte an, dass Schwester Teresinha freigestellt wird zum Aufbau der Schönstattbewegung in Brasilien. Über 30 Jahre nahm sie diese verantwortungsvolle Aufgabe wahr. Zusammen mit dem Pallottinerpater Celestino Trevisan, der die Männer- und Jungmännerbewegung aufbaute, war sie eine unermüdliche Wegbereiterin Schönstatts in Brasilien. Sie baute in Santa Maria Gruppen für Mütter und Mädchenjugend auf, hielt Intensivkurse zur Spiritualität Schönstatts.

Schwester M. Teresinha war es, die den Anstoß zur Kampagne der Pilgernden Gottesmutter gab: Es war im Heiligen Jahr 1950, am 1. November sollte das Dogma der leiblichen Aufnahme Mariens in den Himmel verkündet werden. Durch wandernde MTA-Bilder sollten die Familien von Santa Maria darauf vorbereitet werden.

Im Gespräch mit Pater Celestino schlug Sr. M. Teresinha vor, man könnte dafür drei Bilder im Format des Heiligtums machen lassen. Im September 1950 begann die Wanderung der Bilder. João Pozzobon nahm an einem Einkehrtag der Männer teil, bei dem die Anregung von Papst Pius XII. zum Rosenkranzgebet aufgegriffen wurde. Zum Schluss dieses Einkehrtages wurden die Bilder im Taborheiligtum gesegnet.

Die Idee, das Gnadenbild von Schönstatt in den Familien wandern zu lassen, kam von Pater Kentenich selbst. Bei einem Gespräch mit Sr. M. Teresinha schlug er ihr vor, sie könnte auf die Bewegung das anwenden, was eine Schwesterngruppe zu tun pflegte. Diese Schwestern ließen im eigenen Kreis ein Bild der MTA im Format des Heiligtums wandern, das sie von ihren Kursschwestern in Deutschland erhalten hatten. Somit hatten sie auf originelle Weise eine geistige Verbindung untereinander geschaffen. Gleichzeitig waren sie dadurch mit dem Ursprungsort in Schönstatt verbunden.

Als Schwester M. Teresinha zusammen mit einigen Mädchen mit dem Marienbild zu einer Familie ging, um den Rosenkranz zu beten, traf sie Herrn Pozzobon und lud ihn ein, mitzukommen. Am Ende des Rosenkranzes übergab sie ihm das Bild mit den Worten: „Sorgen Sie für dieses Bild. Sie brauchen nicht jeden Abend den Rosenkranz beten. Sorgen Sie nur, dass es von Haus zu Haus pilgert.“ Damit war die Kampagne gestartet, die heute mehr als 90 Länder umfasst!
Schwester M. Teresinha starb am 07. März 1988 in Santa Maria.

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