Jochen, ein Briefträger der Pilgernden Muttergottes – Weihnachtsgrüße mit dem Rollator persönlich zugestellt

43-PH beschnitten-am Adventsgesteck

ein Bericht von Renate Siebenkäs

Jochen Grober (über 80 Jahre) ist seit 25 Jahren Begleitperson der Pilgernden Gottesmutter in seinem Heimatort Medlitz. Zwei Pilgerkreise hat er aufgebaut und begleitet sie seit dieser langen Zeit immer noch mit großem Engagement und hoher Liebe zur Pilgernden Muttergottes. Sie ist aus seinem Leben nicht mehr wegzudenken. 1999 suchte er Pilgerkreisteilnehmer in seinem kleinen Dorf. Seinen Start erklärt er selbst so:

 

„Ich kam mir vor, wie ein Hörzuverkäufer!“
Und jetzt, nach 25 Jahren heißt es:
„Die Muttergottes bleibt!“

 

Die Pilgernde Mutter in ihrer blauen Jeanstasche – einem Hoffnungszeichen, das gerne unterwegs ist – ist aus Medlitz (Landkreis Bamberg) nicht mehr wegzudenken. Jochen liegt die Pilgernde Muttergottes sehr am Herzen und er hält als Begleitperson guten Kontakt zu den Pilgerkreisteilnehmern. In Schwierigkeiten bitten sie Jochen ums Gebet und freuen sich über seine Besuche.

Ganz wichtig ist ihm ein Gang durchs Dorf kurz vor Weihnachten. Er entwirft einen Weihnachtsbrief mit Neujahrswünschen und richtet sie direkt an seine Pilgerkreisteilnehmer. Obwohl Jochen schon seit über 2 Jahren, nach mehreren OPs, immer noch große Probleme mit seinem Fuß hat, so dass er beim Gehen auf einen Rollator angewiesen ist, behält er die Tradition des Briefträgers der Muttergottes aufrecht, dann eben mit Hilfsmittel, seinem Rollator.

Im Dezember 2025 macht er sich wieder auf den Weg durch seine Ortschaft. Sehr bewegt erzählt er am Telefon:

 

„Es war eigenartig.
Bei keiner Haustüre brauchte ich zu klopfen oder zu klingeln.
Die Türen öffneten sich allesamt wie von alleine
und ich kam aus dem Staunen nicht heraus!“

 

Die Antwort gaben ihm die Pilgerkreisteilnehmer: „Jochen, wir haben auf dich gewartet! Wir wussten, dass du kommen wirst! Schön, dass du es wieder zu uns geschafft hast!“ Das hat Jochen sehr gefreut und gleichzeitig tief berührt.

Hier Auszüge aus seiner Weihnachtsbotschaft:

„Weihnachten lebt davon, wie achtsam wir sind,
wie gut wir miteinander umgehen,

wie wir das leben, was am Weihnachtsbaum erstrahlt:
Licht zu sein.
Ein herzliches Dankeschön an Euch alle,
die Ihr auch dieses Jahr die Gottesmutter
in Eure Häuser aufgenommen habt.

In diesem Sinne wünsche ich Euch und Euren Familien
ein frohes, lichtvolles, friedliches Weihnachtsfest
und ein gesegnetes neues Jahr 2026….
Euer Jochen“

 

 

Neue Beiträge

Archiv