Krönungsfeier in Burggen im Landkreis Weilmein-Schongau, 04. Mai 2021

2021-05-04-KroenungBurggen

„Die Kirche war übervoll und es war eine ganz dichte Atmosphäre.“

„Die Andacht mit Krönung der Gottesmutter wurde in der Zeitung angekündigt. So kamen auch viele aus anderen Ortschaften und es gab schließlich nur noch Stehplätze, um den nötigen Corona-Abstand zu wahren“, berichtet Schw. M. Raphaela Dambacher.

„Frau Reich, eine Begleitperson von den drei Pilgerkreisen, die in Burggen unterwegs sind, hat bei einem Pilgerheiligtums-Treffen in Memhölz (Allgäu), gesehen, dass verschiedene Bilder der Pilgernden Gottesmutter eine Krone haben. Es entstand bei ihr der Wunsch, der Gottesmutter auch eine Krone zu schenken. Sie wartete auf eine geeignete Gelegenheit. Als ihre Nachbarin plötzlich einen Gehirnschlag erlitt und in akuter Lebensgefahr schwebte, machte Frau Reich eine Wallfahrt nach Altötting und bat die Gottesmutter um Hilfe. Auch sonst betete sie viel zur Muttergottes und vertraute ihr die Bitte um Heilung der Nachbarin immer wieder an, besonders, wenn Maria im Zeichen des Pilgerheiligtums bei ihr war. 

Eines Tages teilte ihr der Nachbar mit, dass seine Frau vom Koma aufgewacht sei und wieder sprechen könne. Nach einer Reha und einer langen Behandlungszeit ist die Nachbarin tatsächlich wieder vollständig geheilt. Für Frau Reich war nun der rechte Augenblick gekommen, der Gottesmutter eine Krone zu schenken. Aus Dankbarkeit für dieses Wunder der Heilung ihrer Nachbarin, entstand die konkrete Überlegung zu einer Krönungsfeier. Die Nachbarin war nicht so sehr mit der Kirche verwachsen. Doch inzwischen nimmt sie gern das Bild der Pilgernden Gottesmutter auf. Sie war auch bei der Maiandacht mit Krönung dabei.

Durch das Drei-Tage-Gebet „Danken, vertrauen, sich hingeben“, herausgegeben vom Projekt Pilgerheiligtum, bereiteten sich die Teilnehmer der Pilgerkreise über mehrere Monate auf diese Krönungsfeier vor. Die Gebetszeit war sehr feierlich gestaltet mit Orgelmusik und einem kleinen Chor. Der Ortspfarrer segnete die Pilgerbilder und die Kronen. Ein besonderes Geschenk war, dass durch die Aussetzung in der Monstranz die Anbetung des Herrn in seiner eucharistischen Gegenwart möglich war.

Schon zu Beginn erklärte ich in einer Ansprache, was Krönung heißt. Was tun wir, was bedeutet es, wenn wir der Gottesmutter die Krone schenken? – Wir danken ihr. Wir schenken ihr unser Vertrauen und unsere Hingabe. Die Teilnehmer wurden eingeladen, „Krugzettel“ zu schreiben mit ihrem Dank, ihren Bitten und ihrer Hingabe. Die kleinen und manchmal auch großen Opfer des Alltags, der Einsatz für andere oder für die Weitergabe des Glaubens usw., all das sind Krönungsgeschenke für die Gottesmutter. Diese wurden im Krug eingesammelt und jede Person bekam – gleichsam als Gegengeschenk von Maria – eine kleine Medaille mit dem Bild der Dreimal Wunderbaren Mutter von Schönstatt überreicht.

Am Ende der Feier bedankte sich Frau Reich bei allen, die gekommen waren. An dieser Stelle gab sie auch das Zeugnis, warum es zu dieser Krönungsfeier gekommen war. Es herrschte ein sehr dichte Atmosphäre. Auch nach dem Ende der Feier, blieben die meisten noch länger und verweilten in der Kirche. Man spürte, sie waren angerührt und ließen das Erlebte nachwirken. (Schw. M. Raphaela Dambacher)