Über die Geschichte

Die Geschichte der pilgernden Gottesmutter von Schönstatt

Wie alles begann

1950. In der Schönstattfamilie in Santa Maria, Brasilien, entsteht die Idee: Wir tragen das Bild der Gottesmutter vom Heiligtum aus zu den Familien, damit diese von Gottes Segen berührt werden. Anlass dazu gibt das von der Weltkirche begangene Heilige Jahr mit der Verkündigung des Dogmas von der leiblichen Aufnahme Mariens in den Himmel.

Am 10. September 1950 übernimmt João Luiz Pozzobon die Verantwortung für eines von drei Pilgerbildern. Mit einer kleinen Aktionsgruppe besucht er die Familien seines Wohngebietes. Wie geplant, endet die Aktion nach drei Monaten. Doch Diakon Pozzobon macht weiter.

„Ich spüre, dass ich für dieses Werk der Dreimal Wunderbaren Mutter und Königin von Schönstatt berufen bin.“

J. Pozzobon

Die Aktion breitet sich aus

Im Einverständnis mit seiner Familie trägt er seine ca. zwölf Kilogramm schwere „Peregrina“ („Pilgernde“) zu Familien, Kranken, in Gefängnisse und Schulen, „um die Gnaden des Heiligtums zu verbreiten“. Einmal jährlich besucht er alle und legt dabei in 35 Jahren ca. 140 000 km zu Fuß zurück. Unterwegs und wohin er kommt, betet er den Rosenkranz.

Am 1. Februar 1959 übergibt Herr Pozzobon jeweils einem Kreis von etwa 30 Familien ein kleines Pilgerbild. Es wird täglich weitergegeben, damit alle einmal im Monat Jesus und Maria empfangen können.  Verborgen beginnt die heute weltweit verbreitete „Campanha da Mãe Peregrina“ (Aktion der Pilgernden Gottesmutter).

„Wir wollen den Frieden zu den Menschen bringen und sie durch die gegenseitige Versöhnung glücklich machen.“

J. Pozzobon

Internationale Ausbreitung

1984 beginnt die internationale Ausbreitung durch Unterstützung von Pater Esteban Uriburu. Er kommt mit einer argentinischen Pilgergruppe nach Santa Maria. Sie lassen sich im Heiligtum mit 25 Bildern für andere Länder aussenden. Noch viele andere Wege tun sich auf. Heute ist die Pilgernde Gottesmutter von Schönstatt in über 110 Ländern auf allen Kontinenten zu finden.

„Ich sehe für die Zukunft Großes voraus. Sie (die Gottesmutter) reist über den Wolken durch die Welt, über das Meer, um erkannt und geliebt zu werden und so eine große Kette der Verbundenheit von Heiligtum zu Heiligtum zustande zu bringen.“

J. Pozzobon

Der Anfang in Deutschland…

1979 hat João Luiz Pozzobon Gelegenheit, den Ursprungsort Schönstatt in Vallendar bei Koblenz zu besuchen. Wo es ihm möglich ist, erzählt er vom Wirken der Gottesmutter. 1985 kommt es in Deutschland zu einzelnen Anfängen. Erst 1997, zur Vorbereitung auf das Heilige Jahr 2000, fasst die Pilgernde Gottesmutter in Deutschland auf breiter Ebene Fuß.

Stand März 2020

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Pilgerheiligtümer sind unterwegs in allen Diözesen Deutschlands
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Pilgerheiligtümer wandern bei Familien und Einzelpersonen
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Pilgerheiligtümer sind eingesetzt als Besuchsdienst-Pilgerheiligtum
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Pilgerheiligtümer sind unterwegs in Kindergärten, Schulen und bei Jugendgruppen

„Merken Sie, wie beim Wirken des Herrn Pozzobon die Worte Vinzenz Pallottis sich erfüllen: ‚Sie ist der große Missionar. Sie wird Wunder wirken.'“

J. Kentenich

Pozzobons letzter Weg

27. Juni 1985. Wie jeden Tag macht er sich am frühen Morgen auf den Weg zum Heiligtum. Er will die heilige Messe bei den Schwestern mitfeiern. Es ist neblig. Beim Überqueren der Straße erfasst ihn ein Lastwagen. Kurze Zeit später erliegt er im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen.

12. Dezember 1994. Zum 90. Geburtstag von João Luiz Pozzobon eröffnete Bischof Ivo Lorscheiter in Santa Maria den Seligsprechungsprozess. 2009 wird er auf diözesaner Ebene abgeschlossen. Nun liegen die Akten zur Überprüfung in Rom.

„Es geht nicht um das, was wir tun, sondern um das Wirken Gottes durch uns.“

J. Pozzobon